Greenkeeping Facts mit Richard Jany

HEUTE: WARUM WIRD DER PLATZ BEI REIF GESPERRT?

Viele von Ihnen kennen es bestimmt: man freut sich auf eine sehr frühe Golfrunde und ist deshalb umso mehr enttäuscht, wenn der Platz erst nach 9 Uhr geöffnet wird. Besonders im Frühjahr kommt das häufiger vor. 

Doch warum eigentlich? 

Die Bilder verdeutlichen das Problem sehr gut. Durch den Reif ist der Boden empfindlich und es bleiben sehr schnell Spuren Ihrer Anwesenheit auf dem Platz zurück. Das gilt nicht nur für Carts, sondern auch für Trolleys und sogar Fußabdrücke. 
Diese Spuren verschwinden leider auch nicht mehr so einfach, sondern hinterlassen langfristige Schäden. 

Stellen Sie sich diese Spuren mal nicht wie hier im Rough, sondern auf dem Fairway oder dem Grün vor. 

Deshalb haben Sie bitte Verständnis für Platzsperrungen aufgrund von Reif und gehen Sie auf keinen Fall einfach auf die Runde. 
Der Platz und alle anderen Golfer werden es Ihnen danken. 


Greenkeeping Facts mit Richard Jany

HEUTE: AERIFIZIEREN

„Aerifizieren. Ist das notwendig?“

Diese Frage bekommen wir Greenkeeper häufig gestellt. Und das ist verständlich. Schließlich sind die Auswirkungen auf den Spielbetrieb durch die Arbeiten, sowie auf das Grün und somit auf das Puttverhalten der nächsten Tage nicht unerheblich.

Um die Antwort vorweg zu nehmen:
Ja, Aerifizieren ist auf jedem Golflatz eine unverzichtbare Maßnahme, und gehört mit drei empfohlenen Wiederholungen im Jahr zu den ganz normale Erhaltungspflegearbei- ten in der modernen Rasenpflege.

Doch fangen wir vorne an und klären zu- nächst einmal, was Aerifizieren eigentlich ist und was es bewirkt:
Unter Aerifizieren versteht man die Belüftung des Bodens einer Rasenfläche. Mittels so- genannter Hohlspoons eines Aerifiziergerä- tes werden 5 bis 15 cm, in extremen Fällen sogar 20 cm tiefe Löcher mit 1 bis 2 cm Durchmesser in die Rasenfläche gestochen. Dadurch wird dafür gesorgt, dass sich die aeroben Bakterien im Boden besonders gut vermehren, wodurch die Nährstoffe von den Pflanzen besser aufgenommen werden und somit das Rasenwachstum gefördert wird. Die entstanden Löcher werden anschließend mit feuergetrocknetem Sand verfüllt. Bei 400 Löchern auf den Quadratmeter mit einem Durchmesser von 1,2 cm und einer Bearbei- tungstiefe von 8 cm beträgt das ausgestanz- te Erdvolumen pro Green ca. 1.800 Liter. Das sind ca. 36 Kubikmeter für die gesamte ein Hektar große Greenfläche in Höslwang. Es findet ein Bodenaustausch statt.

Das Ganze kann nur bei trockenen Verhältnissen, sprich schönem Wetter durchgeführt werden.
Aerifizieren verbessert außerdem die Wurzeltiefe der Pflanze und gewährleistet eine optimale Wasserableitung.

Der jedoch wichtigste Faktor ist das Unter- binden der durch Spieler und Pflegearbeiten entstehenden Bodenverdichtung. Diese hätte zur Folge, dass nur noch ein geringer Sauerstoffgehalt im Boden vorhanden wäre undes zu anaeroben Verhältnissen käme. Diese CO2 Konzentration würde zu einer Bildung von toxischen Stoffen im Wurzelraum und letzendlich zu Wurzelfäule führen.

Kurz zusammengefasst: Seltenes Aerifizieren führt zu weniger gesundem Rasen, was letztendlich weniger Spaß am Spiel bedeutet.

Die Arbeiten hindern Sie zwar vielleicht hin und wieder an einer störungsfreien Runde, mit dem Wissen wozu sie gut sind, ist diese kleine Einschränkung aber beim nächsten Mal sicher besser zu verkraften. 


Ein super Team!

Unsere Greenkeeper

Welcome Back!
Unser Greenkeeping Team ist wieder vollzählig und ab sofort auf dem Platz unterwegs.
Wir dürfen kurz vorstellen:
vl. Herrmann, Thomas, Jakob, Richard (Head), Otto, Kawa und Conrad.

Wir sind froh, so ein tolles Team zur Pflege am Platz zu haben - Danke

Unsere Partner

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Golf Club Höslwang im Chiemgau e. V.
Kronberg 4, 83129 Höslwang
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info (at) golfclub-hoeslwang.de

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Täglich 09:00 bis 16:00 Uhr


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Geschlossen.